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MRI - Magnet Resonanz Tomographie
(Philips Archiva 1.5T & 3T))
 
 
Allgemein:
Diese Untersuchung wird in einer Röhre mittels Magnetfelder (Schichtröntgen) durchgeführt.
Diese Untersuchung ist für den Körper ohne Strahlen-Belastung.
 
Einschränkungen / Spezielles:      
  • nicht frisch operiert
  • keinen Herzschrittmacher
  • Metall im Körper, abklärungsbedürftig  
  • max. 220 kg Gewicht
Beschreibung:
Daß der menschliche Körper zu 90 Prozent aus Wasser besteht und Wasserstoffatome auf Magnetfelder reagieren, macht man sich beim Verfahren der Magnetresonanztomographie (Kernspintomographie) zunutze. Die Grundlage dafür ist ein elektromagnetisches Feld, das bisweilen 30’000 mal stärker ist als jenes der Erde. Eine Sendespule und Hochfrequenz-Radiowellen sind nötig, um die Reaktion des Körpers auf das Auftreffen der Wellen mit speziellen Antennen zu messen. Aus diesen Signalen werden vom Computer Schnittbilder errechnet und dargestellt - auch beweglich. Das sichere Verfahren der MR bedeutet belastungsfreie, exakte Untersuchung für alle Patienten - auch Schwerstkranke. Aber auch ungefährliche Erforschung von Körpervorgängen in Organen, Muskeln, Nerven, Gehirn am lebenden Menschen. Ohne den Patienten zu bewegen, entstehen dreidimensionale Bilder durch den ganzen Körper ohne Kontrastmittel, Katheter, Röntgenstrahlen. Durch Bildgebung, die in nur Bruchteilen einer Sekunde übertragen wird, ist es möglich, Darstellungen vom schlagenden Herzen zu erhalten.
Die Ärzte können verengte Gefäße aufspüren, sehen, ob Blutgerinnsel oder Verletzungen vorhanden sind. Bewegungsanalysen von Gelenken und damit zusammenhängenden Bändern, Gelenksflächen, Sehnen werden gemacht, was nicht nur Patienten mir Haltungsschäden, sondern auch Sportler zu schätzen wissen. Magnetresonanz ist die beste Methode für Untersuchungen im Kopf-Halsbereich. Neurologen können in das Gehirn "hineinsehen", Reaktionen von Nerven verfolgen.
Tumore sind ohne operativen Eingriff aufzuspüren, ihre Lage von allen Seiten bestimmbar. Während schwieriger chirurgischer Maßnahmen ersieht man binnen Minuten die momentane Situation plus Ergebnisse. Später eignet sich das Gerät zur Therapieüberwachung und Kontrolle. Besonders wichtig: Frühdiagnose durch schnelle Einsetzbarkeit.
 
Untersuchungsspektrum:
 
- Neuroradiologie, Schädel und ganze Wirbelsäule
 
-- Standarduntersuchungen
  • Angiographien cervical und cerebral
  • Arterial Spin Labeling
  • Spektroskopie
  • Diffusionsuntersuchung/Perfusionsstudien
  • ganze Wirbelsäule, craniocervicaler Uebergang
 
-- Spezialuntersuchungen
  • MS, Epilepsien, Horner-Syndrom
  • Trigeminus-Studien
  • Venenverengung Schädel-Halsbereich
  • Felsenbein mit Innenohr
  • Kiefer, Discus articularis, dynamische Studien
  • Nasennebenhöhlen
  • Orbita
  • Hals / Schilddrüse
- Thorax
  • Mediastinum
  • Plexusabklärungen
- Abdomen
  • Leber, Pankreas,
  • MRCP (Gallenwegsdarstellung)
- Urogenital
  • Nieren / Nebennieren
  • Prostata (mit Spectroskopie)
  • Uterus und Adnexe
- Musculosceletal
  • Gelenke (Schulter, Ellenbogen, Handgelenk, Fingergelenke, ISG, Hüften, Knie, Mittel- und Rückfuss)
  • Sehnen
  • Weichteile, Small-Part (Finger, Zehen)
- Angiographien
  • Becken- Beinangiographie
  • Nierenangiographie
  • Hand- und Fussangiographien
Indikationen:
- Mammae
Die MRI der Mammae wird mit einer speziellen Spule, welche eine hohe räumliche Auflösung erlaubt, durchgeführt. Für die Dauer der Untersuchung ( ca. 1 Std. ) liegt die Patientin in Bauchlage.
Es werden T1 gewichtete und T2 gewichtete Sequenzen vor und nach Kontrastmittelgabe aquiriert und die Untersuchung wird in Fat Sat-Technik durchgeführt. Anschliessend erfolgt eine digitale Bearbeitung der Bilder.
Die MRI hat eine hohe Sensitivität für den Nachweis von Tumoren. Die Literaturwerte schwanken zwischen 94 % und 100 %.
Falsch positive Befunde finden sich bei proliferierenden Fibroadenomen, prämenopausal, bei Hormonsubstitution und auch posttherapeutisch. Ein Untersuchung sollte deshalb bei prämenopausalen Frauen in der 2. Zykluswoche erfolgen.
Auch soll ein Abstand von 8 Monaten nach Brusttherapie und 18 Monaten nach Abschluss einer Radiotherapie abgewartet werden.

- Prothesenkomplikationen Mammae
Die MRI ist heute die Methode der Wahl zum Ausschluss von malignomsuspekten Läsionen, zum Nachweis einer Kapselruptur und Prothesendislokation.
Als Problem stellt sich, dass eine Lokalisation und Punktion einer allfälligen Läsion im MRI nicht möglich ist.

- Hirn
  • Tumoren
  • Metastasen
  • Vaskulär
    • Infarktnachweis und Altersbestimmung von Infarkten
    • Altersbestimmung von hämorrhagischen Infarkten
    • Cerebrovaskuläre Ereignisse beim jugendlichen Erwachsenen
      1. Atherosklerose
      2. Thromboembolismus
      3. Vaskulopathie
      4. Koagulopathie
      5. Mechanisches Trauma
      6. Intracranielle Läsion:
        1. Vaskuläre Malformation
        2. Aneurysma
        3. Dolichoektasie
        4. Moia Moia-Krankheit
        5. Hämangioperizytom
           
  • Entzündungen inkl. MS
  • Endokrine Störungen mit/ohne Beteiligung der Hypophyse
  • Hydrocephalusabklärung
  • Parkinson und Parkinson-Plus-Syndrome
     
  • Dystonische Syndrome:
    • Leigh-Krankheit
    • Wilson-Krankheit
    • Hallervorden- und Spatz-Krankheit
    • Postinfektiöse Dystonie
    • Postinfarktdystonie
    • Metabolische Krankheiten
       
  • Demenzabklärung
    • 1.Intoxikationen
    • Infektionen
    • vaskuläre, strukturelle und metabolische Demenz
    • Alzheimer-Krankheit
    • Pickkrankheit
    • Multiple Sklerose
    • Chorea Huntington
    • Parkinson-Krankheit
    • AIDS
    • Multiinfarktdemenz
    • Kreutzfeld-Jakob-Demenz
    • Leukencephalopathien
       
  • Abklärung von erhöhtem Eisengehalt
  • Aquäduktstenosen
  • Phakomatosen

- Orbita
  • Orbita-Tumoren:
    1. Melanom
    2. Meningeom
    3. Metastasen
    4. Gliom des Nervus opticus
    5. Vaskuläre Abnormalitäte
      1. Fisteln
      2. Thrombosen
      3. Varikosen und Mukozelen
  • Entzündungen:
    1. Cellulitis oder Abszess
    2. Idiopathischer Pseudotumor
  • Trauma
  • Thyreoidale Orbitopathie
  • Fremdkörper
  • Knöcherne Läsionen im Bereich der Orbita

- Wirbelsäule und Rückenmark
  • Tumoren
  • Metastasen
  • Atrophien
  • Hydromyelie und Syringomyelie
  • Trauma
  • Bandscheibenvorfall
  • MS
  • AV Malformation
  • Arachnoiditis
  • Osteomyelitis
  • Kongenitale Anomalien
  • Cervicale Pseudotumoren
  • Dysraphismus
  • Knochenmark

- Hals
  • Raumforderungen im Bereich der Parotis
  • retropharyngeale sowie parapharyngeale Prozesse

- Felsenbein
  • Tumoren
  • Entzündliche Veränderungen
  • Trauma

- Kiefergelenk
  • Raumforderungen
  • Entzündungen
  • Degenerative Veränderungen

- Hüfte
  • Tumoren und Raumforderungen
  • Avaskuläre Nekrose
  • Gelenkserguss
  • Arthrose

- Schulter
  • Impingementsyndrom
  • Rotatorenmanschettenläsion
  • Dislokationen und Subluxationen
  • Entzündungen
  • Tumoren

- Knie
  • Degenerative Veränderungen ( Chondromalacia patellae )
  • Degenerative Meniscusveränderungen
  • Einrisse der Menisci
  • Praeoperative/postoperative Abklärung
  • Hämarthros - Gelenkserguss
  • Ligamentäre Läsionen ( Lig. collaterale, Patellarsehne, Kreuzbänder )
  • Zysten
  • Freie Gelenkskörper
  • Osteochondritis dissecans
  • Frakturen
  • Morbus Osgood-Schlatter
  • Arthritis mit und ohne Osteomyelitis

- Fuss
  •  
  • Entzündungen und Ruptur der Achillessehne
  • Raumforderung
  • Hämatome
  • Zysten
  • Osteomyelitis
  • Avaskuläre Nekrose
  • Osteochondrosis dissecans

- Handgelenk
  • Carpaltunnelsyndrom
  • Zysten
  • Vaskuläre Nekrose
  • Hämangiome
  • Raumforderungen
  • Entzündliche Veränderungen der Flexor- und Extensorsehnen
  • Knochentumoren
  • Weichteiltumoren

- Zunge und Oropharynx sowie Nasopharynx und Nasennebenhöhlen, Speicherdrüsen, Larynx und Hypopharynx
  • Tumorabklärungen inkl. Staging
  • Entzündungen
  • Trauma

- Thoray und Trachea
  • Mediastinale und tracheale Raumforderungen
  • Entzündungen

- grosse Gefässe
  • Aneurysmata
  • Lymphadenopathie

- Lunge
  • Nach vorgängiger CT Evaluation von Infiltrationen speziell Brustwand

- Herz
  • Kongenitale und erworbene Herzfehler

- oberes Abdomen
  • Leber:
    1. Tumorabklärungen bei primären oder sekundären Raumforderung ( beste Methode für Lebermetastasen )
    2. FNH
    3. Adenome
    4. Hämangiome
    5. Diffuse Lebererkrankungen
  • Pankreas
  • Nebennieren
  • Nieren
  • Retroperitoneum

MÄNNLICHES KLEINES BECKEN
  • Prostata, Scrotum und Testis
  • Blase

WEIBLICHES KLEINES BECKEN
  • Uterus, Ovarien und Adnexe