Untersuchungsspektrum
Was bieten die neuen bildgebenden Verfahren |
| 1. Konventionelle Röntgendiagnostik |
| Sämtliche Nativstandard- und Spezialaufnahmen, Tomographien und Mammographie. Kontrastmitteluntersuchungen inkl. Nephrogramme, Hysterosalpingographie, Myelographie. Zahnpanorama- (Orthopantomographie) und Schädelfernaufnahmen. Feinnadelaspirationsbiopsie aus Organen und Skelettsystem. Unter BV/TV-Durchleuchtung kontrollierte Infiltrationstherapie bei Gelenken (Needling: Schulter, Facettengelenke der Wirbelsäule etc.). |
| Digitales Rönten mit Canon System. Anschliessend können diese Rohdaten in einer speziellen Workstation mit entsprechender Software nachbearbeitet werden. Die Bildqualität ist gegenüber konventionellen Aufnahmen extrem besser, die Strahlendosis bis zu 75% reduziert. Digital vorliegende Bilder sind immer wieder verfügbar. Die Patienten können die Bilder nach der Untersuchung sofort mitnehmen. |
| 2. Nuklearmedizin |
| Sämtliche Routineszintigraphien: Schilddrüse Skelett inkl. Osteometrie und SPECT Nieren inkl. Funktion und approximative Einzelclearance, Lungenperfusionsszintigraphie, Myocardszintigraphie, ... |
| 3. Ultrasonographie |
| Abdominelle Ultrasonographie Schilddrüse Mamma Scrotum Gestationsalterbestimmung Weichteile Doppler- und Farbdoppleruntersuchungen |
| Neue Ultraschallverfahren mit hochauflösenden Schallköpfen, mit unterschiedlicher Sende- und Empfangsfrequenz verbessern nicht nur die Ortsauflösung sondern auch den Kontrastumfang und die Möglichkeit wirklich in die "Tiefe" des Patienten zu sehen. Befunde wie "Pankreas wegen Luftüberlagerungen nicht einsehbar" sind fast ausgeschlossen. Ultraschall eignet sich somit neuerdings auch für adipöse Patienten. Die Colordopplerdarstellung wird bei jedem Patienten standardmässig angewendet und bringt neue diagnostische Möglichkeiten (z.B. die Erkennung einer Hyperämie bei Adnexitis, Unterscheidung vom entzündlich veränderten Halslymphknoten zu Lymphomen usw.). Daneben gibt es neuste Ultraschallköpfe mit höchster Auflösung und breitem "field of view" zur Darstellung der Schilddrüse, der Mammae, der Hoden, der Rotatorenmanschette der Schulter usw. |
| 4. Computertomogramme |
| Sämtliche computertomographische Untersuchungen inkl. Spiral-CT und Osteodensitometrie. 3-D Rekonstruktionen sowie multiplanare Rekonstruktionen. |
| Seit einigen Jahren wurde die axiale Computertomographie mit dem Spiral-CT erweitert. Hier werden nicht Schicht um Schicht aquiriert sondern es wird eine Spirale um den Patienten gefahren indem sich die Patientenliege kontinuierlich bewegt. Entlang dieser Spirale können mathematisch mit Rückprojektionen Schichten berechnet werden. Brauchte man vor 10 Jahren für eine Computertomographie des Abdomens ca. 45 Minuten waren es mit dem Spiral-CT 5 Minunten und mit den Geräten neuester Generation noch 20 Sekunden. Die Computertomographie verursacht in der Radiologie die meiste Strahlendosis für die Patienten. Gegenüber den Geräten der Generation um 1988 konnte durch technische Verbesserungen die Strahlendosis der Computertomographie auf ein Minimum reduziert werden (Vergleich früher 100%, jetzt noch 10%). Durch die extrem schnellen Durchlaufszeiten der neuesten Scans sind die dynamischen Studien möglich (z.B. Kopf-Angiographie in arterieller und anschliessend in venöser Phase, Leberdarstellung mit allen Leberabschnitten mit identischem Kontrastenhancement usw.).Die Untersuchung der Koronararterien ist heutzutage eine Standarduntersuchung mit kleiner Strahlenbelastung und sollte aufgrund des geringen Risikos bei diagnostischen Untersuchungen anstelle der konventionellen Kathederuntersuchung verwendet werden. |
| 5. MR-Untersuchungen |
| Sämtliche Untersuchungen inkl. MR-Angiographien und MR-Arthrographien. Kiefergelenksdiagnostik in Funktionsstellung. 3-D Rekonstruktionen sowie multiplanare Rekonstruktionen. |
In der Magnetresonanztomographie setzen sich Geräte mit hohem Magnetfeld (3 Tesla) immer mehr durch. Mit diesen Geräten ist eine schnelle Aquisition der Bilddaten mit dünnen Schichten in Hochauflösung möglich. Die Geräte der neuesten Generation verfügen zudem über starke Gradientensysteme, welche bis an die biologische Limite gehen. Würden diese weiter verstärkt werden, müssten Nervenreizungen erwartet werden. Das Gradientensystem eines MR ist verantwortlich für die Ortsauflösung des Bildes. Mit solchen schnellen Gradientensystemen können neuartige vor allem neuroradiologische Spezialsequenzen gefahren werden. Es gibt Sequenzen, welche eine extreme T2-Betonung (Wasser=hell) bewerkstelligen, in dem gleichzeitig der Liquor schwarz erscheint und lediglich die Läsionen im Hirnparenchym hervortreten. Eine weitere neue Spezialsequenz ist die diffusionsgewichtete Bildgebung, indem unterschiedliche Diffusionsgradienten auf dem Bild erkannt werden können. So ist es möglich frische von nicht frischen Infarkten abgrenzen zu können bzw. frische Infarkte, welche auf den Standardsequenzen nicht zur Abbildung kommen sind hier sichtbar (leuchten weiss auf). Um Läsionen im MR weiter differenzieren zu können braucht es manchmal Gadolinium. Dazu gibt es neuartige Sequenzen, welche das allfällige Kontrastenhancement von Läsionen stärker erkennbar machen. Weitere neuartige Sequenzen dienen zur angiographischen Darstellung sämtlicher Gefässabschnitte. Höchstauflösende MR-Angiographien sind möglich mit Abbildung kleinster intracerebraler Gefässstruktur der grossen Halsgefässe aber auch des Herzens und des Aortenbogens inklusiv supraaortischer Aeste, der Nierenarterien, der Handarterien oder es lässt sich auch eine komplette Beckenbeinangiographie herstellen, die sich in Aussagekraft und Qualität wenig von einer konventionell mit Katheter hergestellten Angiographie unterscheidet. Sämtliche MR-Angiographien brauchen lediglich eine i.v. Injektion, gewisse Studien lassen sich sogar ohne Kontrastmittel als reine Flussmessung machen. Wie in der Duplexsonographie bekannt lassen sich auch die Flussgeschwindigkeiten und Richtungen innerhalb der Gefässe mittels MR-Flussmessung erkennen.
Diffusionsuntersuchungen und Perfusionsstudien liefern weitere „Röntgensymptome“, welche die Diagnose verfeinern. Mit unserem Gerät können sogar Hirnbahnen dargestellt werden (Traktographie). |
| 6. PET = Positron-Emissions-Tomographie |
| In der Positron-Emissions-Tomographie wird radioaktivmarkierter Zucker i.v. injiziert (Fluorodextroglukose, 511 KEV). Der Zuckerumsatz ist in Tumoren um über 90% der Fälle erhöht. So reichert sich der radioaktivmarkierte Zucker in Tumorgeweben an und kann mittels speziellem Tomographen (sieht äusserlich ähnlich aus wie ein Computertomograp) erkannt werden. Die Methode eignet sich deshalb vor allem in der Onkologie für das Staging und Nachkontrolle von Tumoren. Dazu existiert ein entsprechendes Konsensuspapier (in der Schweiz und in Deutschland), wo festgehalten wird bei welchen Fällen der Patient davon profitieren kann. Die Methode ist in der Schweiz von den Krankenkassen akzeptiert. In der Neuroradiologie wurde die Abklärung der Demenz, insbesondere des M. Alzheimer durch das Bundesamt für Sozialversicherung als erkannte Methode neu in die Verordnung aufgenommen. |
| 7. Indikation (Kurzfassung) |
| Häufig stellt sich die Frage, wie kosteneffektiv und ohne Belastung für den Patienten am besten zum diagnostischen Ziel gekommen werden kann. Das American College of Radiology hat dazu einen Appropriateness Criteria Nachschlagebüchlein herausgegeben. Die durchzuführenden Methoden sind abhängig nicht nur von state of the art, wie in Büchern gefunden, sondern auch von der Verfügbarkeit der Maschinen und entsprechenden Erfahrungen der Radiologen. Im Zweifelsfall sind sicher alle Radiologen in der Region Luzern bereit, vor einer Anmeldung entsprechende Ratschläge oder Auskünfte zu erteilen, wie im Einzelfall am besten an das diagnostische Ziel gelangt werden kann. |
| 8. Workstation, Computer, Befundstationen, Webserver, Kommunikation |
| Teilweise schon jetzt oder in naher Zukunft sind sämtliche radiologischen Bilder digitalisiert verfügbar und mit elektronischen Mitteln nachbearbeitbar, verschickbar, archivierbar usw. Das Medical Imaging Luzern besitzt ein vollständig digitalisiertes Röntgeninstitut. Es besteht ein Webserver. Hier können sämtliche Patientenbilder über das Internet (geschützt mit entsprechenden Passwörtern, Firewall) angesehen werden. Bei diesbezüglichen Interessen möchte man sich bitte mit dem Computeringenieur von CNL CentralNet Lucerne GmbH in Verbindung setzen, damit wirklich alles funktioniert. Mit grossem technischen Aufwand, welcher für einen Webserver besteht, ist vor allem auch die Datensicherheit absolut zu beachten und die Datensicherheit sollte einer mittleren Bank entsprechen, Einblicke für Unbefugte ausgeschlossen sein. |
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| by Dr. Silvio Marugg |