Sie befinden sich hier:   Ärzte Information > Indikationen
  |  anmelden

 

Indikationen für MRI
MRI kann Läsionen speziell cerebellär und im Hirnstamm besser identifizieren als eine CT-Untersuchung. Es wird geschätzt, dass CT bis zu 15,5 % der Tumoren verpassen kann.
Indikationen für CT
CT-Indikationen auf Englisch
RadiologyInfo.org
National Institute of Health
Zusammenfassung für MRI CT Neu

MAMMAE
Die MRI der Mammae wird mit einer speziellen Spule, welche eine hohe räumliche Auflösung erlaubt, durchgeführt. Für die Dauer der Untersuchung ( ca. 1 Std. ) liegt die Patientin in Bauchlage.
Es werden T1 gewichtete und T2 gewichtete Sequenzen vor und nach Kontrastmittelgabe aquiriert und die Untersuchung wird in Fat Sat-Technik durchgeführt. Anschliessend erfolgt eine digitale Bearbeitung der Bilder.
Die MRI hat eine hohe Sensitivität für den Nachweis von Tumoren. Die Literaturwerte schwanken zwischen 94 % und 100 %.Mammo Neu
Falsch positive Befunde finden sich bei proliferierenden Fibroadenomen, prämenopausal, bei Hormonsubstitution und auch posttherapeutisch. Ein Untersuchung sollte deshalb bei prämenopausalen Frauen in der 2. Zykluswoche erfolgen.
Auch soll ein Abstand von 8 Monaten nach Brusttherapie und 18 Monaten nach Abschluss einer Radiotherapie abgewartet werden.

PROTHESENKOMPLIKATIONEN MAMMAE
Die MRI ist heute die Methode der Wahl zum Ausschluss von malignomsuspekten Läsionen, zum Nachweis einer Kapselruptur und Prothesendislokation.
Als Problem stellt sich, dass eine Lokalisation und Punktion einer allfälligen Läsion im MRI nicht möglich ist.

HIRN
  • Tumoren
  • Metastasen
  • Vaskulär
    • Infarktnachweis und Altersbestimmung von Infarkten
    • Altersbestimmung von hämorrhagischen Infarkten
    • Cerebrovaskuläre Ereignisse beim jugendlichen Erwachsenen
      1. Atherosklerose
      2. Thromboembolismus
      3. Vaskulopathie
      4. Koagulopathie
      5. Mechanisches Trauma
      6. Intracranielle Läsion:
        1. Vaskuläre Malformation
        2. Aneurysma
        3. Dolichoektasie
        4. Moia Moia-Krankheit
        5. Hämangioperizytom
           
  • Entzündungen inkl. MS
  • Endokrine Störungen mit/ohne Beteiligung der Hypophyse
  • Hydrocephalusabklärung
  • Parkinson und Parkinson-Plus-Syndrome
     
  • Dystonische Syndrome:
    1. Leigh-Krankheit
    2. Wilson-Krankheit
    3. Hallervorden- und Spatz-Krankheit
    4. Postinfektiöse Dystonie
    5. Postinfarktdystonie
    6. Metabolische Krankheiten
       
  • Demenzabklärung
    • 1.Intoxikationen
    • Infektionen
    • vaskuläre, strukturelle und metabolische Demenz
    • Alzheimer-Krankheit
    • Pickkrankheit
    • Multiple Sklerose
    • Chorea Huntington
    • Parkinson-Krankheit
    • AIDS
    • Multiinfarktdemenz
    • Kreutzfeld-Jakob-Demenz
    • Leukencephalopathien
       
  • Abklärung von erhöhtem Eisengehalt
  • Aquäduktstenosen
  • Phakomatosen

ORBITA
  • Orbita-Tumoren:
    1. Melanom
    2. Meningeom
    3. Metastasen
    4. Gliom des Nervus opticus
    5. Vaskuläre Abnormalitäte
      1. Fisteln
      2. Thrombosen
      3. Varikosen und Mukozelen
  • Entzündungen:
    1. Cellulitis oder Abszess
    2. Idiopathischer Pseudotumor
  • Trauma
  • Thyreoidale Orbitopathie
  • Fremdkörper
  • Knöcherne Läsionen im Bereich der Orbita

WIRBELSÄULE UND RÜCKENMARK
  • Tumoren
  • Metastasen
  • Atrophien
  • Hydromyelie und Syringomyelie
  • Trauma
  • Bandscheibenvorfall
  • MS
  • AV Malformation
  • Arachnoiditis
  • Osteomyelitis
  • Kongenitale Anomalien
  • Cervicale Pseudotumoren
  • Dysraphismus
  • Knochenmark

HALS
  • Raumforderungen im Bereich der Parotis
  • retropharyngeale sowie parapharyngeale Prozesse

FELSENBEIN
  • Tumoren
  • Entzündliche Veränderungen
  • Trauma

KIEFERGELENK
  • Raumforderungen
  • Entzündungen
  • Degenerative Veränderungen

HÜFTE
  • Tumoren und Raumforderungen
  • Avaskuläre Nekrose
  • Gelenkserguss
  • Arthrose

SCHULTER
  • Impingementsyndrom
  • Rotatorenmanschettenläsion
  • Dislokationen und Subluxationen
  • Entzündungen
  • Tumoren

KNIE
  • Degenerative Veränderungen ( Chondromalacia patellae )
  • Degenerative Meniscusveränderungen
  • Einrisse der Menisci
  • Praeoperative/postoperative Abklärung
  • Hämarthros - Gelenkserguss
  • Ligamentäre Läsionen ( Lig. collaterale, Patellarsehne, Kreuzbänder )
  • Zysten
  • Freie Gelenkskörper
  • Osteochondritis dissecans
  • Frakturen
  • Morbus Osgood-Schlatter
  • Arthritis mit und ohne Osteomyelitis

FUSS
  •  
  • Entzündungen und Ruptur der Achillessehne
  • Raumforderung
  • Hämatome
  • Zysten
  • Osteomyelitis
  • Avaskuläre Nekrose
  • Osteochondrosis dissecans

HANDGELENK
  • Carpaltunnelsyndrom
  • Zysten
  • Vaskuläre Nekrose
  • Hämangiome
  • Raumforderungen
  • Entzündliche Veränderungen der Flexor- und Extensorsehnen
  • Knochentumoren
  • Weichteiltumoren

ZUNGE UND OROPHARYNX SOWIE NASOPHARYNX UND NASENNEBENHÖHLEN, SPEICHELDRÜSEN, LARYNX UND HYPOPHARYNX
  • Tumorabklärungen inkl. Staging
  • Entzündungen
  • Trauma

THORAX UND TRACHEA
  • Mediastinale und tracheale Raumforderungen
  • Entzündungen

GROSSE GEFÄSSE
  • Aneurysmata
  • Lymphadenopathie

LUNGE
  • Nach vorgängiger CT Evaluation von Infiltrationen speziell Brustwand

HERZ
  • Kongenitale und erworbene Herzfehler

OBERES ABDOMEN
  • Leber:
    1. Tumorabklärungen bei primären oder sekundären Raumforderung ( beste Methode für Lebermetastasen )
    2. FNH
    3. Adenome
    4. Hämangiome
    5. Diffuse Lebererkrankungen
  • Pankreas
  • Nebennieren
  • Nieren
  • Retroperitoneum

MÄNNLICHES KLEINES BECKEN
  • Prostata, Scrotum und Testis
  • Blase

WEIBLICHES KLEINES BECKEN
  • Uterus, Ovarien und Adnexe
Neurosonografie für die Praxis

Die Neurosonografie ist heutzutage ein erprobtes, viel gebrauchtes und zuverlässiges Diagnoseinstrument. Der vorliegende Artikel gibt eine kurze Einführung in die Grundlagen, Technik und Indikationen der neurovaskulären Doppler- und Duplexsonografie.

Historischer Ueberblick: die Doppler- und Duplexsonografie der hirnversorgenden Gefässe ist eine relativ junge Methode. Erste Versuche der transkutanen Blutflussmessung erfolgten 1959, die heute überwiegend verwendete direkte Ultraschalluntersuchung stammt von Pourcelot(1974), der zeigte, dass nahezu alle supraaortalen Gefässe in ihrem extrakraniellen Verlauf dopplersonografisch ableit- und unterscheidbar sind und dass in ihrem Verlauf vorhandene Stenosen an den typischen Strömungssignalen erkannt werden können. Die Methode fand aufgrund ihrer hohen Zuverlässigkeit in Korrelation zur Angiografie rasch Eingang in die klinische Routine. Die Kombination von Doppler- und B-Bild-Technik zur Duplexsonografie verbindet ein bildgebendes Verfahren mit Strömungssignalen. Eine Methode zur transtemporalen Dopplerableitung wurde durch Aaslid 1982 publiziert und fand als Ergänzung zur extrakraniellen Untersuchungstechnik ebenfalls raschen Eingang in die klinische Routine.

Anatomie: Zeichnung

Technik: Mit Hilfe des Dopplersignals können die Strömungseigenschaften, symbolisiert durch eine Kurve, in einem Gefässsegment beurteilt werden (Strömungsrichtung/-geschwindigkeit/-störungen/-charakteristika). Der Dopplereffekt bezeichnet die Frequenzverschiebung einer Wellenfront bei einer Relativbewegung zwischen Sender und Empfänger. Dieser Begriff wurde durch den Wiener Mathematiker Christian Doppler (1803-1852) geprägt. Befindet sich in der Abstrahlrichtung des Schallsenders ein von Blut durchströmtes Gefäss, so wird der von Erythrozyten zurückgestreute Schall eine geringfügig andere Frequenz besitzen als die ausgesendete. Bei der CW-Technik (continous wave) wird der Ultraschall ins Gewebe eingestrahlt, die zurückgeworfenen Anteile werden mit Mikrophon aufgenommen und elektrisch verarbeitet. Pro Schallsonde gibt es zwei Stationen: eine Dauersende- und eine Dauerempfängerstation. Für die PW-Technik (pulsed wave) wird ein Schallwandler alternierend als Sender und Empfänger benutzt. Die Zeit zwischen Schallsendung und -empfang bestimmt die Tiefe im Gewebe. Die Duplexsonografie stellt die sinnvolle Verknüpfung von Doppler- und Schnittbildsono-grafie dar, das Gefäss wird bildlich dargestellt. Somit können mittels Duplexsonografie das Gefäss, seine Wandbeschaffenheit und die Strömungsverhältnisse darin beurteilt werden. Das Bild eines Schallsektors entsteht durch Reflexion des Ultraschalls an Schichten mit unterschiedlichem Schallwiderstand (Impedanz). Die Helligkeit des Bildpunkts entspricht dem Mass der Energie die reflektiert wurde, z.B. hat Kalk eine starke Reflexion, da er nicht von Ultraschallwellen durchdrungen werden kann und daher alles reflektiert, Blut, Oedeme und frisches thrombotisches Material haben wenig Reflexion und sind daher dunkel. Die in das B-Bild hineingesetzte farbige Blutsäule oder Gefässfüllung ist eine Grafik, deren Punkte durch PW-Doppler erzeugt werden.

Ultraschallbilder

Verwendung:

Die extrakranielle Dopplersonografie ist die Grunduntersuchungsmethode und erfasst die extrakraniellen Karotiden (A.carotis communis, A. carotis interna und A. carotis externa), beide Aa. vertebrales an der Atlasschlinge und das Flussverhalten der Aa. supratrochleares.
Vorteile Nachteile
Rasch durchgeführt, geringe Kosten
Aussagekraft im Hinblick auf therapeutische Konsequenzen hoch
Erfasst Stenosen ab 50% Querschnittsminderung
Extrem hochgradige filiforme Stenosen können verpasst, resp. als Verschluss missgedeutet Werden

Die extrakranielle Duplexsonografie eignet sich ergänzend zur genauen Erfassung von Atheromatosen, Dissektionen und Stenosen, v.a. im Bereich der Karotisbifurkationen
Vorteile Nachteile
Gute morphologische Beurteilung der und der Umgebung Aufbau und Berechnung von Stenosen Darstellung von extrakraniellen Dissektionen der A. carotis communis und interna, sowie der A. vertebralis Unhandliche Sonden verursachen ein beschränktes Untersuchungsfeld
Nicht geeignet für unruhige Patienten

Mittels transkranieller Dopplersonografie (TCD) können Flussrichtung und -geschwindigkeit der A.cerebri media, der intrakraniellen A. carotis interna, der A. cerebri anterior, der A. basilaris, der A. ophthalmica, des Karotissiphons und z.T. der A. cerebri posterior gemessen werden.
Vorteile Nachteile
Nachweis intrakranieller Stenosen, Spasmen und Kollateralkreisläufe Qualität ist abhängig von der Knochendicke der Temporalschuppe und der Beweglichkeit der HWS
Rasche Untersuchungsmethode.
Auch bei nicht kooperativen Patienten durch-führbar
Beschränktes Auflösungsvermögen

Die transkranielle Duplexsonografie (TCCD) ergänzt die Dopplersonografie zur genaueren Stenoselokalisation und zur Differenzierung benachbarter Arterien.
Vorteile Nachteile
Genaue Stenoselokalisierung Abhängigkeit von einem ausreichenden Schallfenster noch ausgeprägter als bei TCD Ungeeignet für unruhige Patienten

Indikationen:

Die folgenden Indikationen beschränken sich auf den ambulanten Bereich.

Extrakranielle Doppler-und Duplexuntersuchung:
Fokale neurologische Symptomatik (TIA, minor stroke)
Unilaterale Sehstörung (Amaurosis fugax, ischämische Ophthalmopathie)
Supraaortisches Stenosegeräusch bei Auskultation
Akuter Schlaganfall
Abklärung therapeutischer Konsequenzen bei Karotisstenosen und -verschlüssen
Differenzierung pulsierender Halstumoren
Ausschluss und Verlaufsbeobachtung extrakranieller Vaskulitiden
Ausschluss von Plaques vor Karotiskompression
Kontrolle nach gefässchirurgischen Eingriffen

Transkranielle Doppler-und Duplexsonografie
Erkennung und Verlaufsbeobachtung intrakranieller Gefässverschlüsse und -stenosen bei akutem Schlaganfall Ausschluss intrakranieller Stenosen bei geplanter extrakranieller Karotisoperation Beurteilung intrakranieller Kollateralisationswege bei extrakraniellen Gefässprozessen

Im intensiv-notfallmedizinischen Bereich, auf den hier nicht weiter eingegangen wird, kann die Neurosonografie zur Hirntoddiagnostik eingesetzt werden, zum Nachweis intrakranieller Spasmen, zur (intraoperativen) Emboliedetektion und zur Kontrolle gefässchirurgischer Eingriffe.
Nicht geeignet ist die Neurosonografie zur Abklärung von Sinusvenenthrombosen, intrazerebralen Aneurysmen, unspezifischen Kopfschmerzen und Schwindel und bei der Suche nach einer intrazerebralen AV-Missbildung.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die neurovaskuläre Ultraschalluntersuchung eine nicht-invasive, zuverlässige, kostengünstige und schnelle Methode ist, die in der Ambulanz zur Untersuchung vaskulärer Symptome angewendet wird. Eine wichtige Rolle spielt sie vor allem in der Abklärung von Schlaganfällen, beim Nachweis oder Ausschluss einer Makroangiopathie und bei Verlaufsbeobachtung von Stenosen.

Quellen:
B. Widder: Doppler-und Duplexsonografie der hirnversorgenden Arterien 4. Auflage, Springer 1995
M. Kapps: Extra-und intrakranielle Farbduplexsonografie Springer 1994
P. Duus: Neurologisch-topische Diagnostik
Zusammenfassung

Hirn
Beste verfügbare Methode. CT ist nur sinnvoller wenn feine ossäre Details oder Kalzifikationen sowie ganz frische Blutungen gesehen werden sollten.

Hals
Mit ergänzendem Ultraschall beste verfügbare Methode.

Wirbelsäule
Beste verfügbare Methode bei gleichzeitiger Darstellung des Knochenmarkes ( Metastasen ). Mit zusätzlicher Kontrastmittelgabe kann eine Differenzierung zwischen Narbe und Rezidivhernie beim postoperativen Patienten durchgeführt werden.

Thorax
Beste Methode für lokale Infiltrationen, speziell Thoraxwand und Diaphragma.

Cardiovaskulär
In Ergänzung zum Ultraschall exzellente Methode für die Darstellung von kongenitalen und erworbenen Krankheiten der Aorta wie auch mediastinalen Gefässe. In absehbarer Zukunft wird auch die Coronarographie durch MRI ersetzt.

Oberes Abdomen
Ein Problem existiert in Folge der Bewegungsartefakte durch die Atmung. Hervorragende Methode für die Differenzierung von Leberprozessen und sensitivste Methode für Lebermetastasen.

Becken
Methode der Wahl für Staging ( Rektum, Prostata, Ovar und Uterus ). Beste Methode auch zum Nachweis einer Endometriose.

Muskuloskelettal
Methode der Wahl für Gelenke und Weichteile.